200 Sandfilter durch die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit (SEZ) gefördert
In Bangladesch wird in der Regel Grundwasser ohne Aufbereitung getrunken. Dieses Wasser hat
durch sehr hohe Eisengehalte einen schlechten Geschmack und ist zudem häufig mit giftigem Arsen
verunreinigt. Die Prozesse, die zu den Verunreinigungen führen, sind nach jahrzehntelanger
Forschung noch immer nicht vollständig bekannt. Die bangladeschische Regierung setzt zunehmend
auf den tiefen Aquifer (>150 m) und immer mehr Privatleute bohren solche tiefen Brunnen. Dieses
Wasser ist sehr kostbar, da es vor vielen Jahrtausenden entstanden ist und sich der
Grundwasserleiter aktuell nicht mehr nachfüllt. Schon jetzt ist abzusehen, dass diese Wasserquelle in
naher Zukunft nicht mehr oder nur mit deutlich größerem Aufwand nutzbar ist.


In Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg und lokalen Technikern haben wir daher einfache
Sandfilter entwickelt, durch die das flache Grundwasser von Eisen und Arsen entfernt werden kann.
Einige Prototypen sind schon lang genug im Einsatz, so dass wir uns zutrauen, weitere 200 Filter auf
Bitten des bangladeschischen Department for Public Health Engineering (DPHE) an Schulen und
Madrashas aufzustellen. Dieses Projekt wird von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit mit
20.000 € gefördert. Wir danken für diese Förderung und auch unseren Mitgliedern und Förderern,
durch deren Spenden wir den erforderlichen Eigenanteil finanzieren können.


