Arsenfreies Wasser aus flachen Brunnen

In Bangladesch ist es unüblich, während der Bohrarbeiten die Schichtenfolge zu dokumentieren. Zudem ist es bei den eingesetzten Bohrverfahren schwierig, diese tiefengenau zu bestimmen. Aber es gibt eine geophysikalische Methode, mit der man den Untergrundaufbau bzw. die Tonlagen noch später im Brunnen untersuchen kann: Das Gamma-Log. Bei dem Verfahren wird die natürliche Radioaktivität gemessen, die in Tonschichten vorkommt, nicht aber in Sanden oder Kiesen. Die Universität Heidelberg bekommt ein Leihgerät von der Universität Tübingen. Mit Unterstützung der lokalen Helfer der AGAPE Bangladesh und der Universität Dhaka sollen nun zunächst in einem Dorf alle Brunnen vermessen werden. Die Universität Hamburg hilft dabei, die Daten drei-dimensional auszuwerten.

 

Ein vergleichsweises Projekt gibt es noch nicht. Das ist erstaunlich, da aus unserer Sicht nur so der Untergrund verstanden werden kann und es eine Chance gibt, mit vertretbaren Mitteln brauchbare Brunnen für Alle zu installieren. Wenn unser Versuch gelingt, kann diese Methode dazu beitragen. Wir freuen uns, als Verein diese geballte Forschungsfront unterstützen zu können.

 

Das Projekt fängt im Frühfahr 2022 an. Unterstützt werden wir auch aus der Industrie: IGM Ingenieurgesellschaft für Geophysikalische Messtechnik mbH, Überlingen und FONTUS Logging Service, Pleinfeld. (20.12.2021)

Zurück