Bäume gegen den Klimawandel
In Bangladesch gibt es fast keine zusammenhängenden Wälder. Insgesamt musste der Baumbestand den großen, weiten Reisfeldern weichen. Selten sieht man Bäume am Feldrand und wenn, dann schnellwachsenden Eukalyptus. In den besiedelten Flächen gibt es Bäume, aber der Bestand könnte vergrößert werden. Daher wählen wir zusammen mit dem Partnerverein BARCIK gerade Dörfer aus, in denen wir Setzlinge und Verbißschutz ausgeben, damit die Familien ihren Baumbestand verdichten. Dieser Bestand ist ausgewogen aus heimischen Arten – bevorzugt Obstbäume, aber es sollen auch wenige schnellwachsende Bäume dabei sein, um den wirtschaftlichen Aspekt des Projektes sichtbar zu machen. Gleichzeitig klären wir über die Wichtigkeit von Bäumen in Bezug auf den Klimawandel auf und versuchen, auch Allmendflächen (zugehörig zur Moschee oder an Schulen) aufzuforsten. Mit dieser Forstwirtschaft erhält das Dorf Einnahmen, die in die Infrastruktur investiert werden können, z.B. für Lehrmaterial an Schulen oder für Trinkwasserbrunnen. Seit 2025 haben wir an drei Schulen kleine Schulgärten angelegt, um die Kinder spielerisch den Wert von Bäumen zu vermitteln.
Wasserversorgung im Klimawandel
Unser Projektpartner BARCIK betreibt ein Projekt in Shatkira, im Süden Bangladeschs. Dort ist das Wasser sehr häufig brackisch bis salzig, insbesondere in den tieferen Grundwasserschichten. Zusätzlich versalzen auch flachere Grundwasserleiter durch die Shrimpfarmen, die mit Salzwasser betrieben werden, welches versickert. Laufende Projekte, z.B. von BRAC, zielen darauf ab, das Regenwasser zu sammeln. Dadurch haben die Menschen aber nur während der Regenzeit und abhängig von den Speichergefäßen eine bestimmte Zeit danach Trinkwasser. Wir möchten zusammen mit BARCIK versuchen, eine größere Menge Wasser durch Rohrleitungen in Zisternen oder Becken zu sammeln. Für die Reinigung des Wassers setzen wir auf den Wasserfilter PAUL, der auch als Wasserstation eingesetzt werden kann.
