Zukunft und Umwelt

Die Vereinten Nationen (UN) haben mit der Definition der Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals SDG) vereinbart, bis 2030 entschlossen dem Leid und der Ungerechtigkeit auf der Welt entgegenzutreten. Wirtschaftliche Unterstützung, auch durch Mikrokredite, hat in den letzten Jahren sichtbare Wirkung gezeigt. Auch in unseren Projektgebieten konnten wir beobachten, dass es eine starke positive Entwicklung gibt. Dies betrifft insbesondere die Landwirtschaft/Ernährungssicherung, die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und die schulische Ausbildung.

 

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Solarenergie für Wasserleitsysteme

In Ibrahimnagor haben wir in den letzten Jahren ein langes Wasserleitsystem installiert. So können sich nun mehr als 300 Haushalte mit fließendem Wasser versorgen und müssen ihr Wasser nicht mehr einem stark verschmutzten Flussarm entnehmen. Aber Strom in Bangladesch ist teuer und nicht rund um die Uhr verfügbar. Deshalb haben wir in Ibrahimnagor ein Leuchtturmprojekt für Solarenergie aufgebaut.

 

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Umweltbildung

AGAPE e.V. hat seit seiner Gründung 1991 in unseren Projektländern Indien, Bangladesch und Nepal eine Vielzahl von Schulen gegründet. Inzwischen wurden alle durch staatliche Schulen ersetzt, die es jetzt flächendeckend gibt. Die Zeit dreht sich weiter, und neben den klassischen Lernzielen gibt es immer mehr Themen, die für eine nachhaltige Zukunft notwendig sind. Wir werden in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulen Kinder und Jugendliche für diese Themen sensibilisieren.

 

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Ernährungssicherheit

Im ländlichen Bangladesch leben die Menschen hauptsächlich von der Landwirtschaft. Hierbei wird meist ein kleines Ackerland für den Anbau von Reis genutzt. Die Ernte dient meist der Selbstversorgung der Familie. In einem Forschungsprojekt FAARM (Food and Agricultural Approaches to Reducing Malnutrition) der Universität Heidelberg (Institut für Hygiene und Gesundheit, heute Institut for Global Health), das wir 2018 mit Probenahmen unterstützt haben, kam heraus, dass die Gesundheit der Menschen und der weitverbreitete Eisenmangel bei Frauen durch den Verzehr von frischem Gemüse nachhaltig verbessert werden können.

 

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Klimawandel

Bangladesch ist aufgrund der geringen Geländehöhe eines der am stärksten vom Meeresspiegelanstieg betroffenen Länder. Bereits jetzt macht sich das durch die Versalzung des Grundwassers bemerkbar. Zudem steigen Häufigkeit und Intensität der Zyklone im südlichen Bangladesch. Im restlichen Teil des Landes zeigt sich der Klimawandel auch durch zunehmende Ernteausfälle aufgrund immer schlechter planbarer Landwirtschaft.

 

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Umweltschutz

In den vielen Jahren, in denen wir in Bangladesch Projekte machen, konnten wir den technischen Fortschritt und den wirtschaftlichen Aufschwung miterleben. Dies ist leider auch mit Nachteilen verbunden: Zunehmend wird das ganze Land vermüllt, insbesondere mit Plastik. Das ist nicht nur ein optisches Problem; das Plastik wird von Nutztieren gefressen oder verwittert in der Sonne und zerfällt schnell zu bedenklichem Mikroplastik, das man inzwischen auch im menschlichen Blut und Gewebe nachweisen kann. Die gesundheitlichen Effekte sind noch nicht erforscht, klar ist aber bereits, dass das nicht gesund ist. Wir wollen in erster Linie darüber aufklären und in Projektdörfern gemeinsam mit den Bewohnern Lösungen ausarbeiten.

 

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